Basissignal: Nein

By Jaqueline de Chien|Basissignale

Ziel: Der Hund unterbricht ein beliebiges Verhalten sofort nach dem Wortsignal „Nein“.

Anwedungsbeispiele: Der Hund möchte etwas fressbares vom Boden nehmen, z.B. Müll. Der Hund buddelt an einer unerwünschten Stelle. Der Hund will hinter etwas her rennen. …

Wie bringt man es seinem Hund bei?Im ersten Schritt nimmt sich ein paar Leckerchen in beide Hände. In einer Hand hält man zusätzlich den Clicker. Mit der anderen Hand gibt man dem Hund nacheinander 2-3 Leckerchen. Beim nächsten Leckerchen sagt man „Nein“ oder ein anderes Wort, das man als Signal nutzen möchte. Nun wird der Hund versuchen an das Leckerchen zu kommen, dies hält man aber fest verschlossen in der Hand. Dabei zieht man die Hand nicht weg und lässt den Hund ausprobieren, ob er an das Leckerchen kommt. Dies schafft er aber nicht, da man das Leckerchen ja festhält. Weicht der Hund etwas zurück und gibt quasie seine Versuche an das Leckerchen zu kommen auf, clickt man und belohnt den Hund aus der anderen Hand. Das Zurückweichen kann ein weggucken, ein Blickabwenden oder z.B. auch ein Hinsetzen sein, man nimmt, das, was der Hund anbietet. Diese Ãœbung wiederholt man so lange, bis der Hund sofort nach dem Wortsignal „Nein“ zurückweicht und keinen Versuch mehr startet an das Leckerchen zu kommen. Dabei tauscht man die Funktion der Hände immer mal wieder.

Im zweiten Schritt wirft man nun die Leckerchen auf den Fußboden und lääst den Hund wieder einige Leckerchen fressen. Irgendwann sagt man „Nein“ und stellt gleichzeitig einen Fuß auf das eben fallen gelassene Leckerchen. Nun wartet man wieder bis der Hund nicht mehr versucht an das Leckerchen zu kommen. Sofort Click und Belohnung aus der Hand. Auch diese Ãœbung wiederholt man. Man sollte immer nur dann „Nein“ sagen, wenn man auch sicher schneller als der Hund das Leckerchen mit dem Fuß oder auch der Hand bedecken kann. Der Hund darf nach dem „Nein“ keinen Erfolg damit haben an das Leckerchen zu kommen.

Im dritten Schritt wiederholt man im Prinzip die Ãœbung aus dem zweiten Schritt. Diesmal tut man allerdings nur so, als ob man auf das Leckerchen tritt. Geht der Hund auf das „Nein“ nicht zum Leckerchen belohnt man ihn, will der Hund noch zum Leckerchen hin, tritt man schnell wirklich auf das Leckerchen. In diesem Fall sollte man die Ãœbung aus dem zweiten Schritt noch einige Male wiederholen, bevor man mit dem dritten Schritt fortfährt. Am Ende des dritten Schritts sollte der Hund das Leckerchen nach dem „Nein“ nicht mehr nehmen, auch wenn man seinen Fuß nicht mehr bewegt und das Leckerchen offensichtlich frei liegt.

Danach muss man das „Nein“ dann auf die unterschiedlichsten Situationen generalisieren und mit vielen anderen Dingen üben, bei denen man möchte, dass der Hund ein Verhalten nicht ausführt. Dabei sollte die Belohnung für den Hund so gut sein, dass es für ihn besser ist, das Verhalten zu unterlassen.

Einen Überblick über die Grundkommandos, also die wichtigsten Signale im Alltag ihres Hundes, finden sie hier.

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