Ein Ãœberblick über den Hundesport – Teil 2

By Jaqueline de Chien|Hundesport

Im ersten Teil ging es um die Hundesportart Agility. Heute möchte ich etwas über die Dummy-Arbeit berichten. Dummy-Arbeit kommt aus der Arbeit mit Jagdhunden. Die Retriever-Rassen sind Spezialisten auf diesem Gebiet.Hunde anderer Rassen haben aber auch viel Spaß an dieser Arbeit. Bei der Dummy-Arbeit werden sogenannten Dummys genutzt. Diese sind Übungsobjekte und stellen z.B. eine geschossene Ente dar.
Die Aufgabe des Hundes ist es nun den Dummy zu apportieren und auf direktem Weg zu dem Hundeführer zu bringen. Dort angekommen soll der Hund den Dummy solange im Maul behalten bis der Hundeführer ihm diesen abnimmt. Der Dummy soll nicht auf die Erde abgelegt werden.
Man unterscheidet 3 verschiedenen Arten der Dummy-Arbeit, die ein ausgebildeter Hund alle beherrschen sollte: Das Markieren, die Verloren-Suche und das Einweisen.

Beim Markieren wird der Dummy meist von einem Helfer geworfen. Hund und Hundhalter gucken zu, wissen also beide, wo der Dummy liegt. Der Hundehalter hat während des Werfens des Dummys den Hund neben sich in der Fußposition im Sitz.  Der Hundeführer schickt nun den Hund los, damit dieser zielstrebig zum Dummy läuft, dieses nimmt und ihn auf direktem Weg zum Hundehalter bringt und diesem gibt. Die Schwierigkeit wird durch unterschiedliches Gelände und verschiedene Geländeübergänge erhöht.

Bei der Verloren-Suche bekommt das Mensch-Hund-Team ein Suchgebiet zugewiesen. In diesem Gebiet sind 10 Dummys versteckt. Auf Anweisung sollen dann unterschiedlich viele Dummys aus dem Gebiet herausgeholt werden. Weder der Hundeführer noch der Hund wissen, wo die Dummys versteckt sind. Der Hundführer schickt seinen Hund in das Gebiet und der Hund muss einen Dummy suchen. Hat der Hund einen Dummy gefunden, soll er ihn aufnehmen und auf direktem Weg zum Hundeführer zurückbringen. Läuft der Hund auf dem Rückweg über einen weiteren Dummy, darf er die beiden Dummys nicht vertauschen. Er muss den zuerst aufgenommenen Dummy zum Hundeführer bringen. Nachdem der Hund den Dummy dem Hundeführer gebracht hat, wird der Hund erneut in das Suchgebiet geschickt. Dies wird sooft wiederholt bis die benötigte Anzahl an Dummys beim Hundeführer ist.

Beim Einweisen weiß der Hundeführer, wo die zu apportierende Dummy liegt. Er schickt den Hund durch die Richtungskommandos Vor, Stopp, Rechts und Links zu dem Dummy. Der Hund soll diesen Dummy dann wieder aufnehmen und auf direktem Weg zum Hundeführer bringen. Auch diese Variante der Dummy-Arbeit wird in unterschiedlichem Gelände mit unterschiedlichen Geländeübergängen traininert.

Dummy-Arbeit ist also eine abwechslungsreiche Hundesportart, die den Hund sowohl körperlich, als auch geistig fordert. Viele Hunde haben Spaß an dieser Arbeit, da die Aufgabenstellung Teile aus dem Bereich des Jagdverhaltens erfordert. Dadurch dass die Arbeit kontrolliert erfolgt, lernt der Hund, dass er nur gemeinsam mit dem Hundehalter jagen darf. Außerdem darf er nur die Dummy jagen und nicht hinter Wild herlaufen. So wird auf der einen Seite das Jagdbedürfniss des Hundes befriedigt und genutzt und auf der anderen Seite lernt der Hund, dass er nur auf Anweisung des Hundehalters jagen darf und eben nicht alles, was er möchte.


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