Farbvererbung beim Hund Teil 3

By Jaqueline de Chien|Hunde-Genetik

Nachdem wir uns nun mit den Grundfarben der Hunde beschäftigt haben, geht es heute um die Farbaufhellung des Fells. Diese Färbungen werden auch als Dilute bezeichnet. Durch eine Mutation am D-Lokus kommt es zur Verdünnung des Eumelanins (schwarz/braun) und des Phäomelanins (rot/gelb). Dadurch entstehen Farben wie silber, creme, blau, lilac, … Dabei werden diese Fellfärbungen bei den verschiedenen Hunderassen unterschiedlich benannt. Die Färbung des Weimaraners kommt durch dieses Genort zustande.Der genetische Hintergrund
Das Allele D steht für den Wildtyp, also die normale Färbung. D ist dominant über d. Das rezessive Allel d beeinflusst die Pigmentdichte im Haar. Dadurch das die Pigmentgranula weniger dicht verteilt sind, kommt es zu einer Aufhellung der Farbe. Diese ist an der Haarbasis am deutlichsten. Die Farbe schwarz wird durch den Genotyp dd zu blau aufgehellt. Die Fellfarbe braun wird durch den Genotyp dd zu lilac aufgehellt und die Farbe gelb wird zu creme aufgehellt. Hunde mit dem Genotyp DD und Dd haben ein Fell in den Grundfarben, die von dem B-Lokus und dem E-Lokus bestimmt werden. Hunde der Rasse Weimaraner haben den Genotyp bbddE-. Dabei kann das zweite Allele an dem E-Lokus E oder e sein.
Für die folgenden Hunderassen ist ein Gentest zur Feststellung von Trägern des Dilute-Alleles d verfügbar: Deutscher Pinscher, Dobermann, Zwergpinscher, Rhodesian Ridgeback, Großer Münsterländer, Neufundländer und Labrador Retriever. Für diese Hunderassen ist die Mutation im Gen für die Dilutefärbung bekannt. Andere Hunderasssen können dieselben Mutationen haben oder sie haben im gleichen Gen eine andere Mutation, die ebenfalls zu einer Farbverdünnung führen.

Im nächsten Teil geht es dann um die Fellfärbung Merle, Tiger und Harlequin.

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